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Schiesssportzentrum Teufen AR soll doch Corona-Hilfe erhalten

Das Bundesamt für Sport (Baspo) wollte dem Schiesssportzentrum in Teufen AR zunächst keine Corona-Finanzhilfe zusprechen. Das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Entscheid nun gekippt und spricht 70'000 Franken.

23.02.2021 / 11:52 / von: pwa/sda
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Das Bundesverwaltungsgericht spricht dem Schiesssportzentrum Teufen AR Corona-Finanzhilfe zu. (Symbolbild: KEYSTONE)

Das Bundesverwaltungsgericht spricht dem Schiesssportzentrum Teufen AR Corona-Finanzhilfe zu. (Symbolbild: KEYSTONE)

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Das Schiesssportzentrum Teufen AR soll einen A-fonds-perdu-Beitrag gemäss Covid-Verordnung Sport erhalten. Das Bundesverwaltungsgericht hat den ablehnenden Gesuchsentscheid des Bundesamts für Sport (Baspo) aufgehoben.

Laut dem am Dienstag veröffentlichten Urteil hiess das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde des Schiesssportzentrums gut und wies die Sache zur Neubeurteilung ans Baspo zurück. Dieses hatte im Mai 2020 das Gesuch mit der Begründung abgelehnt, das Schiesssportzentrum verfolge primär wirtschaftliche Ziele.

Die Covid-19-Verordnung Sport sehe A-fonds-perdu-Beiträge nur für Sportorganisationen vor, die als Vereine organisiert seien. Im übrigen seien die finanziellen Probleme der Gesuchstellerin nicht wegen des Lockdowns zwischen Mitte März und Mitte Mai 2020 entstanden, argumentierte das Baspo.

Das Schiesssportzentrum erhob Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen. Der Lockdown zwischen dem 16. März und dem 11. Mai 2020 habe jeglichen Schiessbetrieb und alle Vereinsaktivitäten im Zentrum verunmöglicht. Mit der beantragten Finanzhilfe von 70'000 Franken solle die Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden, begründeten die Beschwerdeführer.

Auch ideelle Zwecke

Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde gut. Anwendbar sei die angepasste Verordnung vom Juni 2020. Demnach könnten neben Sportvereinen auch «nicht gewinnorientierte Organisationen, deren hauptsächlicher Zweck die Durchführung von Wettkämpfen im Breitensport» seien, Gelder erhalten.

Aus den Statuten der Genossenschaft sei ersichtlich, dass das Schiesssportzentrum «durchaus auch ideelle Zwecke» habe. So lege es grossen Wert auf die Nachwuchsförderung, sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport. Die Anlage diene für Jugend+Sport-Kurse nach den Konzepten des Schweizer Schiesssportverbands, von Swiss Olympic und des Bundesamts für Sport.

Als zertifiziertes regionales Leistungszentrum diene die Schiessanlage einer grossen Zahl von Kantonal- und Unterverbänden aus der ganzen Ostschweiz. Zudem werde sie von den Polizeikorps St.Gallens und beider Appenzell als Ausbildungsstätte genutzt. Insgesamt diene das Zentrum also auch einem ideellen Zweck.

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Paul
am 23.02.2021 um 17:45
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