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«Für viele ist es schwierig, wenn sie die Angehörigen nie mehr sehen können.»

Bei einem Canyoning-Unfall bei Vättis SG sind am Mittwochabend drei spanische Touristen ums Leben gekommen. Einer der Männer wird noch vermisst. Was, wenn er nie gefunden wird? Psychologin Jacqueline Frossard klärt über einen solchen Verarbeitungsprozess auf.

14.08.2020 / 20:22 / von: asl
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Was durchleben die Angehörigen, wenn der vierte beim Canyoning verunglückte Mann in Vättis SG nie gefunden wird? (Bild: RADIO TOP/Lara Pecorino)

Was durchleben die Angehörigen, wenn der vierte beim Canyoning verunglückte Mann in Vättis SG nie gefunden wird? (Bild: RADIO TOP/Lara Pecorino)

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Bei einem Canyoning-Unglück in der Parlitobelschlucht bei Vättis SG sind am Mittwochabend vier spanische Touristen verunfallt. Drei der Männer konnten nur noch tot geborgen werden. Vom Vierten fehlt bisher jede Spur. Die Suche nach dem Vermissten musste am Donnerstagabend aufgrund starker Regenfälle unterbrochen werden. Riesige Schlammmassen, grosse Wassermengen und abgestürzte Felsbrocken erschweren die Bergungsarbeiten zudem. Auch am Freitag konnte die Suche nur erschwert und kaum fortgesetzt werden.

Was ist, wenn der Verunglückte nicht nur diese Woche nicht, sondern nie gefunden wird? Wenn die Leiche einer totgeglaubten Person nie auftaucht beginnt für viele Angehörige ein langwieriger und schwerer Verabreitungsprozess.

Psychologin Jacqueline Frossard, Vorstandsmitglied der Föderation für Schweizer Psychologen, sagt, dass vor allem das plötzliche und unvermittelte Verschwinden für die Angehörigen schwierig ist. Zu dem sei es für viele Hinterbliebene eine grosse Belastung, wenn sie die Person nicht noch einmal sehen und sich verabschieden können.

RADIO TOP hat mit Jacqueline Frossard über diesen schwierigen Verarbeitungsprozess gesprochen: 

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